
Wenn Eltern ihr eigenes Kind begraben müssen, ist dies immer eine schreckliche Situation. Ganz egal, ob das Kind ein Sternenkind, ein Kleinkind oder ein Teenager ist, der Tod tritt einfach zu früh ein und die Eltern wissen oft nicht, wie ihr eigenes Leben dann überhaupt weitergehen soll. „Das ist einfach nicht richtig“. Diese Worte beherrschen mit Sicherheit die Gedanken und Gefühle der meisten Eltern und das zu Recht. Der Kreislauf des Lebens wird unausweichlich durcheinandergebracht und niemand, der solch einen Verlust nicht selbst erlebt hat, kann nachvollziehen, wie es den betroffenen Eltern in diesem Augenblick geht. Die tiefe Trauer muss erst einmal verarbeitet werden und gutgemeinte Ratschläge sind häufig weder hilfreich noch zielführend. Ein erster Schritt bei der Trauerbewältigung kann aber für viele Eltern darin bestehen, die Beerdigung des Kindes zu planen und zu organisieren. Das bietet die Möglichkeit zur Strukturierung des Alltages, welcher vollkommen aus den Fugen geraten ist. Man hat wieder eine Aufgabe. Und neben all den organisatorischen, logistischen und bürokratischen Aspekten einer Bestattung können die betroffenen Eltern bei der Suche und Gestaltung des „richtigen“ Grabsteines für ihr Kind ein bisschen Trost finden.

Betrachtet man den Grabstein als letztes Geschenk für das verstorbene Kind, kommen die Suche, Auswahl und Gestaltung des Gedenksteines einem „meditativen“ Ritual nahe und erleichtern somit zumindest den Abschied ein bisschen. Die zentrale Frage, die Eltern sich in diesem Fall stellen sollten, lautet: Was bedeutet uns der Grabstein für unser Kind und was hätte unserer Tochter/unserem Sohn gefallen? Kindgerechte Grabsteine sollten nicht an den Tod erinnern, sondern an das Leben! Das mag auf den ersten Blick ironisch oder gar zynisch klingen. Aber: Kinder gehen oftmals mit dem Thema „Tod“ ganz anders um, als Erwachsene das tun. Sie haben einen anderen Blick auf die Dinge und bringen an jedem Tag so viel ungetrübte, „echte“ authentische Freude und Licht ins Leben. So haben sie es mehr als verdient, dass man sich auch nach ihrem Tode genau daran erinnert. Deshalb eignen sich vor allem helle, bunt gemaserte Natursteinmaterialien für einen kindgerechten Gedenkstein. Zunächst muss man bedenken: Ein Grabmal für ein Kind ist deutlich kleiner als ein Erwachsenen-Grab. Ein „wuchtiger“ Grabstein oder eine große Grabstele können da schlichtweg fehl am Platze sein. Daher sind kleinere Gedenksteine und Liegesteine, wie man sie häufig bei Urnengräbern sieht, deutlich besser geeignet. Die Formen können variieren, je nach Alter und Charakter des verstorbenen Kindes.
Beliebte Grabsteinformen für Sternenkinder und Kinder sind:
- Engel,
- Herz,
- Stern,
- Schmetterling,
- Mond,
- Teddybär,
- flacher ovaler oder quadratischer Liegestein.
Die Grabsteinform richtet sich auch danach, wie der Grabstein gestaltet werden soll, d.h. wie viel Platz benötigt wird, um die gewünschte Inschrift und sonstige Gestaltungselemente einzugravieren. Auch dabei sollten sich Eltern immer fragen, was ihnen wichtig ist, was sie mit ihrem verstorbenen Baby oder Kind verbinden oder was ihrem Kind gefallen hätte und sich nicht von Konventionen leiten lassen. pm/cr
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