Immer cool bleiben

Autofrühling

Immer cool bleiben

Kühle Luft auf Knopfdruck - die bietet heute fast jedes Auto. Doch damit das auch so bleibt, benötigt die Klimaanlage regelmäßige Wartung.

Die Klimaanlage sollte alle zwei bis drei Jahre gewartet werden, spätestens aber, wenn ein - Nachlassen der Kühlleistung spürbar wird. Foto: ProMotor/T.Volz

27.04.2026

Der Mensch gewöhnt sich schnell an Luxus - wie zum Beispiel an die Klimaanlage, die mittlerweile selbst bei Kleinwagen zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Und weil so gut wie kein Autohersteller deren regelmäßige Überprüfung im Rahmen der Wartung vorsieht, erinnert man sich erst wieder daran, wenn die Erfrischung aus den Lüftungsdüsen ausbleibt. 

Unbedingt erforderlich

Das liegt daran, dass eine Klimaanlage pro Jahr rund zehn Prozent ihres Kältemittels verliert. Und damit geht auch ein Verlust des Schmiermittels für den Klimakompressor einher. Dann besteht große Gefahr, dass dieser sich mangels Schmierung festfrisst. Damit nicht genug, meistens reißt als unmittelbare Folge auch noch der Antriebsriemen, sodass man liegenbleibt.

Deshalb gilt, die Klimaanlage alle zwei bis drei Jahre überprüfen zu lassen, spätestens aber, wenn ein Nachlassen der Kühlleistung spürbar wird. Dann sollte ein umfassender Klimaservice durchgeführt werden, der ein komplettes Entleeren der Anlage, ihre Neubefüllung entsprechend der Werksvorgabe sowie bedarfsweise eine Desinfektion des Verdampfers beinhaltet. Diese ist unbedingt erforderlich, wenn die Anlage unangenehme Gerüche verströmt. Das passiert überwiegend im Kurzstreckenbetrieb, wenn nicht genügend Zeit für die Selbstreinigung bleibt und sich gesundheitsschädliche Bakterien und Schimmelpilze am Verdampfer ansiedeln. Diese werden dann vom Gebläse in den Innenraum gewirbelt, sorgen so für den üblen Duft. Professionelle Reinigung und Desinfektion sind Werkstattsache. Außerdem gehört das Erneuern des Pollenfilters dann dazu, da dieser zumeist auch von allerlei Mikroorganismen besiedelt ist. promotor/pm


Stoßdämpfer auf dem Prüfstand

Sicherheit. Unsere Autos werden immer älter. Und damit auch sicherheitsrelevante Bauteile wie die Stoßdämpfer. Ab 60.000 Kilometern Fahrleistung gehören sie auf den Prüfstand. Voraussetzung für sicheren Betrieb im Alter ist die regelmäßige Wartung nach Herstellervorgabe. So lassen sich mögliche Schwachstellen rechtzeitig entdecken und beseitigen. Verschleißteile, wie Zündkerzen oder Filter, werden dabei turnusgemäß erneuert. 

Schleichender Prozess

Für die Stoßdämpfer gilt: Ab 60.000 Kilometern ist eine Überprüfung zu empfehlen. Geschätzte 15 Prozent der Autos auf unseren Straßen sind mit verschlissenen oder defekten Dämpfern unterwegs. Das sind mehr als sechs Millionen Fahrzeuge. Die nachlassende Leistung der Dämpfer ist ein schleichender Prozess. 

Unsicheres Fahrverhalten?

Der Autofahrer gewöhnt sich daran und fühlt sich sogar noch wohl, wenn das Auto gemütlich über die Landstraße schaukelt. Doch spätestens dann kommen die Stoßdämpfer ihrer eigentlichen Aufgabe gar nicht mehr nach. Sie sollen Schwingungen dämpfen. Denn sie verbinden die beiden schwingenden Systeme Räder und Karosserie miteinander, beruhigen sie und sorgen dafür, dass die Räder am Boden bleiben und sich die Karosserie nicht aufschaukelt. Sobald das Fahrverhalten in Kurven unsicher wirkt, die Lenkung flattrig ist oder die Seitenwindanfälligkeit spürbar zunimmt, sollte die Werkstatt die Dämpfer prüfen. 

Exakt messen

Auch Geräusche beim Überfahren von Unebenheiten und ausgewaschene Stellen im Reifenprofil sind Indizien. Defekte Dämpfer beeinträchtigen die Spurstabilität und verlängern den Bremsweg. Viele Kfz-Werkstätten haben Prüfstände, welche die Leistungsfähigkeit der Dämpfer exakt messen. 

Fachleute statt Internet

Was hingegen nicht funktioniert, sind so typische Tipps aus den Internetforen wie die Wipp-Probe. Dabei drückt jemand nacheinander auf alle vier Ecken des Autos. Je nachdem, wie oft es nachwippt, werden die Stoßdämpfer bewertet. Das funktioniert schon lange nicht mehr, denn selbst Kompaktwagen bringen es heute auf bis zu 1,5 Tonnen Gewicht und haben entsprechend kräftige Federn. Da drückt man eher Dellen ins Blech, bevor etwas wippt.

Deshalb sollte man die Überprüfung der Stoßdämpfer den Fachleuten in der Kfz-Werkstatt überlassen. Vor allem, wenn das Auto schon zehn Jahre und älter ist. promotor/pm

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