Wenn Eltern Blutspuren im Stuhl ihres Kindes entdecken, sollten sie das ärztlich abklären lassen. Dazu rät der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Denn selbst wenn die Ursache oft undramatisch ist, sollte sie behandelt werden. Schuld an Blutspuren im Stuhl des Kindes sind oft Hauteinrisse am Darmausgang. Manchmal liegt gleichzeitig eine Verstopfung vor. Handelt es sich um einen Säugling, der noch gestillt wird, kann das Blut auch von der Mutter kommen, falls sie eine Brustentzündung hat. Ebenso kann eine Nahrungsmittelallergie die Ursache sein. Hinter blutigem Durchfall steckt meist ein Infekt, der schnell behandelt werden sollte. Selten liegt eine gefährliche Darmeinstülpung vor. Taucht öfter Blut im Stuhl auf, sollte das Kind auch dann zum Arzt, wenn es nur sehr wenig Blut ist und es keine anderen Symptome gibt. Bei weiteren Symptomen, vor allem Schmerzen oder Fieber, ist ohnehin ein sofortiger Arztbesuch nötig. dpa-mag
Kindersitze gebraucht kaufen?
Ein neuer Kindersitz kostet nicht selten mehrere hundert Euro und wird meist nur für einen begrenzten Zeitraum genutzt. Entsprechend naheliegend ist der Gedanke, stattdessen ein gebrauchtes Produkt zu kaufen, das in der Regel erheblich billiger ist, aber auch Risiken bergen kann. Verbraucher können schnell erkennen, ob ein gebrauchter Kindersitz noch sicher ist. Der ADAC weist in diesem Zusammenhang auf die wichtigsten Punkte hin. Vor dem Kauf sollten Eltern einige Grundinformationen überprüfen: Wie alt ist der Sitz und wie ist der allgemeine Zustand? Wird ein Sitz gut gepflegt, ist er oft nach vielen Jahren noch bedenkenlos nutzbar. Meist geben Hersteller in der Bedienungsanleitung eine maximale Nutzungsdauer an. Diese ist deshalb wichtig, weil das Material mit der Zeit verschleißen, altern und an Stabilität verlieren kann. Das gilt auch für Gurtschlösser und Isofix-Stationen. Kindersitze, die in einen Unfall verwickelt waren oder auf den Boden gefallen sind, sollten hingegen keinesfalls gekauft werden - hier besteht ein großes Sicherheitsrisiko. Auch kleine, fast unsichtbare Beschädigungen können dafür sorgen, dass sich der Sitz bei einem Unfall löst, was im schlimmsten Fall lebensgefährlich sein kann. Laut Gesetzgeber dürfen Kindersitze nur mit dem originalen Sitzbezug des Herstellers genutzt werden. Eltern können beim Kauf eines gebrauchten Kindersitzes auf einige Mängel achten, die besonders häufig auftauchen: Brüche, kleine Risse oder Verformungen in der Kunststoffschale können von einem früheren Unfall stammen und sind ein Ausschlusskriterium. Die Gurte dürfen keine Risse, Quetschspuren oder Ausfaserungen an den Rändern aufweisen, zudem muss das Schloss problemlos einrasten und sich wieder öffnen lassen. Verbraucher sollten zudem prüfen, ob der Gurtversteller nach dem Anziehen in Position bleibt oder sich der Gurt mit der Zeit von alleine lockert. Generell rät der ADAC bei neuen wie auch alten Sitzen: Eltern sollten das Produkt im eigenen Fahrzeug einbauen und mit dem Kind zusammen testen. Ein„Blindkauf“ ohne das Produkt vorher ausprobiert zu haben, ist nicht empfehlenswert. Außerdem ist zu beachten: Nicht jeder Kindersitz kann auf jeder Isofix-Station montiert werden, auch wenn beide vom gleichen Hersteller stammen. adac