Babygalerie

Entbindung im Geburtshaus

Expertentipp: Vor- und Nachteile einer ganzheitlichen Betreuung

Entbinden auf natürliche Weise mit dem Fachwissen der Hebamme. Foto: Natalia Bostan/stock.adobe.com

07.02.2026

Natürliche Geburten können etwas Wundervolles sein, bringen aber auch gewisse Risiken mit sich. Auf der Online-Plattform der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) sind die Vor- und Nachteile detailliert aufgezeichnet. 

Was sind die Unterschiede?

Geburtshäuser verstehen sich als außerklinische Einrichtungen, die ausschließlich von Hebammen betrieben werden. Frauen, die in einem Geburtshaus entbinden, entscheiden sich bewusst für einen natürlichen Geburtsvorgang. Auf die Geburt wird man hier möglichst ab dem Beginn der Schwangerschaft durch eine intensive Hebammenbetreuung vorbereitet, die auch nach der Niederkunft im Wochenbett noch weiter bestehen bleibt. 

Vorteile der Geburt im Geburtshaus

Vor allem die langfristige Betreuung sehen viele werdende Mütter als entscheidenden Vorteil an. Hier ist man keine Patientin in einem Kreißsaal, sondern hat bereits monatelang ein enges Vertrauensverhältnis zu den Hebammen aufbauen können, die bei der Geburt dabei sind. Die Geburt findet zudem in einer weniger klinischen Atmosphäre als in einem Krankenhaus statt. Ebenso wie Kliniken bieten Geburtshäuser die Möglichkeit zur Mitbestimmung der Position während der Entbindung. Im Geburtshaus ist ein ambulanter Aufenthalt der Mutter vorgesehen: Schon wenige Stunden nach der Geburt kann sie die Einrichtung wieder verlassen. 

Risiken bei der Geburt im Geburtshaus

Eine natürliche Geburt birgt auch Risiken, auf die Schwangere vorbereitet sein sollten. Kommt es zu Komplikationen, muss die werdende Mutter für eine ärztliche Betreuung umgehend ins Krankenhaus gebracht werden. Ein weiterer Nachteil ist auch, dass es in der Regel eine lange Warteliste für einen Betreuungsplatz gibt. Wer in einem Geburtshaus entbinden will, sollte sich möglichst frühzeitig anmelden.

Wer trägt die Kosten?

Für die Geburt im Geburtshaus wird eine Betriebskostenpauschale für Aufwendungen erhoben, die in der Regel von der Krankenkasse übernommen wird. Privatpatienten sollten sich vor der Geburt über die möglichen Kosten informieren. aok.de