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Woran erkennen, was tun?

Gesundheit: Was Eltern zum Fieberkrampf wissen sollte.

Ein Fieberkrampf beim Kind vergessen Eltern nicht so schnell. Immerhin: Er bringt keine bleibenden Schäden mit sich. Foto: Andrea Warnecke/dpa-mag

04.04.2026

Einen Fieberkrampf des eigenen Kindes vergessen Eltern nicht so schnell. „Es ist schrecklich, das anzuschauen“, sagt auch Tim Niehues, Chefarzt des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin am Helios Klinikum Krefeld. „Das Kind ist nicht mehr ansprechbar, hat Zuckungen, man hat sofort Angst.“ Mitunter färbt sich auch der Bereich um die Lippen blau. Nach drei bis vier Minuten ist der Spuk in aller Regel vorbei. Schätzungsweise einem Prozent der Kinder passiert so ein Fieberkrampf irgendwann einmal. Was genau dahintersteckt, ist bisher nicht bis ins Detail bekannt. Klar ist aber: Es ist die rasche Temperaturänderung im Körper, die die Symptome auslöst. 

Keine bleibenden Schäden, wenn der Spuk vorbei ist

Eltern dürfen aber aufatmen: So bedrohlich ein Fieberkrampf auch wirkt, so harmlos ist er am Ende. „Er führt nicht dazu, dass das Gehirn in irgendeiner Form geschädigt wird“, kann Tim Niehues beruhigen. Dennoch: „Es sollte immer ein Arzt aufgesucht werden, der beurteilt, ob nicht noch mehr dahintersteckt, etwa eine Hirnhautentzündung.“ 

Während des Krampfes: Trinken ist tabu

Auch wenn Eltern keine bleibenden Schäden befürchten müssen: Während des Krampfes kann es zu Verletzungen kommen. Um das Risiko zu senken, rät das Portal „kindergesundheit-info.de“ des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) Eltern diese Dinge:
- Beim Kind bleiben und es beruhigen. Festhalten ist dabei allerdings tabu.
- Von Tischbein bis Bett: Harte Gegenstände in der Nähe des Kindes lassen sich durch Decken und Kissen abpolstern. Das senkt die Verletzungsgefahr.
- Kinder sollten während eines Fieberkrampfes weder essen noch trinken - es besteht Erstickungsgefahr.
- Der Nachwuchs sollte möglichst seitlich und stabil liegen, Mund und Nase sollten frei sein. Eng anliegende Kleidung können Eltern etwas lockern, damit das Kind möglichst gut Luft bekommt. 

Fiebersenker können Fieberkrämpfe nicht verhindern

So ein Fieberkrampf steckt Eltern oft noch eine Weile in den Knochen. Da mag beim nächsten Fieber der Gedanke naheliegen, dem Kind früh Fieberzäpfchen oder -saft zu geben. Studien zeigen Tim Niehues zufolge, dass dieser Plan nicht aufgeht: Die Gabe von Fiebersenkern kann Fieberkrämpfen demnach nicht vorbeugen. „Es gibt Medikamente, die man zur Behandlung von Krämpfen einsetzen kann. Eltern, deren Kind einen Fieberkrampf schon mal hatte, geben wir ein solches mit“, sagt Niehues. dpa-mag


Das gehört in die Brotbox

Ernährung

Gut konzentriert durch den Unterricht eines Schultages - dabei hilft auch die Schulbrotbox. Doch sie sollte sinnvoll gefüllt sein. Diese drei Dinge gehören laut der Verbraucherzentrale Brandenburg hinein:
• 1. Ein Getreideprodukt: Das kann eine Scheibe Brot oder ein Brötchen sein, aber auch ein Müsli oder Wrap.
• 2. Obst oder Gemüse - oder beides. Gerne das, was das Kind am liebsten mag, und bei größeren Früchten am besten schon in handliche Happen geschnitten.
 • 3. Ein Milchprodukt, also zum Beispiel Käse, Frischkäse oder Naturjoghurt. Um den Appetit anzuregen, hilft ein bisschen Abwechslung: Mal eine Handvoll Nüsse in die Dose tun oder Obst, Brot und Käse in Stückchen schneiden und dekorativ auf einen Holzspieß schieben. Als Getränk dazu eignet sich Wasser oder ungesüßter Tee. Mit sogenannten Kinderlebensmitteln tut man dem Nachwuchs letztlich keinen Gefallen, da sie viel Zucker enthalten und dadurch müde machen. dpa-mag

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