Dem Verband AMK zufolge sind in den neuen Küchenkollektionen viele naturnahe Töne zu sehen: Beige etwa, Cremeweiß, Sandgrau oder Grün. Außerdem: zarte Pastelltöne. Und: ruhige Holzoptiken - sei es als Dekore, Massivholz oder eben als Furniere - kombiniert mit matten, hellen Lackfronten. Matte Oberflächen sind in der Küche allgemein ein Ding. 2026 werden laut der Arbeitsgemeinschaft „Die Moderne Küche“ (AMK) in den Küchenstudios nicht nur „supermatte Fronten mit Anti‑Fingerprint“ stärker vertreten sein. Auch Kochfelder mit tiefschwarzer, matter Glaskeramik sind angesagt.
Eine wichtige Rolle
Ein weiterer Trend, den die Möbelverbände für dieses Jahr ausmachen, passt dazu: Küchen im Japandi-Stil. „Wabi Sabi trifft auf Skandi“, nennt das Magazin „Schöner Wohnen“ das Konzept hinter dem Begriff, der schon eine Weile recht präsent im Designbereich ist - und sich aus den Wörtern Japan und Skandinavien zusammensetzt.
Das Fachmagazin „AD Architectural Digest“ beschreibt Japandi als Kombination aus asiatischem und nordischem Design - und als Look, der sich durch Minimalismus, sanfte Formen und Farben und natürliche Materialien auszeichnet.
Bei der Deko spielt demnach Schwarz eine wichtige Rolle als Kontrastfarbe, die für optische Tiefe sorgt. Sie ist dem „AD“- Magazin zufolge ein wiederkehrendes Element im Japandi-Stil. In der Küche zeigt sich dieser dem Verband der Deutschen Möbelindustrie zufolge übrigens auch an grifflosen, filigranen Rahmenfronten. Und an offenen Regale. Klare Linien werden in der Kücheneinrichtung zudem mit sanften Rundungen kombiniert.
Überhaupt: runde Konturen. Sie sind dem Verband zufolge ein weiterer Küchenmöbeltrend: Kücheninseln oder Küchenzeilen werden demnach mit abgerundeten Ecken versehen. Und für die Kücheninsel gibt es runde Ansatztische und abgerundete Aufsatzplatten. Wer in kleineren Küchen Platz sparen will oder eine aufgeräumte Optik bevorzugt, dem dürften zudem die ausschwenkbaren Tablare entgegenkommen. Auf ihnen finden etwa die Küchenmaschine oder die Heißluftfritteuse Platz. Und sie lassen sich via Ausschwenkmechanik vom kaum sichtbaren Platz im Unterschrank schnell auf Arbeits- und Augenhöhe bringen. amk/dpa