Zwischen 1913 und 1923 durchlebt Europa den radikalsten Bruch seiner jüngeren Geschichte. Das Bläserquintett der Brandenburger Symphoniker macht dieses Jahrzehnt hörbar: „Paris 1913–1923“ verbindet Kammermusik von Debussy, Ravel, Satie und Berg mit Stummfilm, gesprochenen Texten und historischen Radioaufzeichnungen zu einem Theaterabend.
Fünf Musiker auf der Bühne und Sprecherin Alissia Krupsky als einzige szenische Figur – daraus entsteht ein Programm, das Unterhaltungsmusik und Avantgarde, Schlager und Expressionismus, Slapstick und Totenklage nebeneinanderstellt. Und am Ende steht die Frage, ob nach diesem Jahrzehnt noch etwas zu sagen blieb – oder nur noch die Musik? nc