Ein Dach, viele Funktionen

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Ein Dach, viele Funktionen

Photovoltaik und Dachbegrünung: Zusätzlichen Nutzen schaffen

Aus dem Schutzdach wird ein Nutzdach: Mit einer Dachbegrünung oder Photovoltaik lässt sich mehr aus dem Oberstübchen machen. Foto: djd/Paul Bauder

15.12.2025

Dächer sind viel mehr als eine Schutzschicht fürs Haus. Zugleich verbergen sich hier wertvolle, oft ungenutzte Flächen mit großem Potenzial. Mit einer Dachbegrünung und einer Photovoltaikanlage (PV) zur umweltfreundlichen Stromgewinnung wird aus dem Schutzdach ein Nutzdach. Das hilft nicht nur beim Energiesparen, sondern leistet einen Beitrag zum Klimaschutz, verbessert die Wohnqualität und steigert den Wert des Zuhauses. Denn was auf großen Gebäuden wie Schulen oder Industriehallen längst Standard ist, lässt sich ebenso auf dem Eigenheim verwirklichen.

Mehrere Vorteile

Vor allem Flachdächer eignen sich hervorragend für eine Begrünung. Das bringt gleich mehrere Vorteile mit sich: Pflanzen auf dem Dach binden Feinstaub, speichern Regenwasser und kühlen die Umgebungsluft – gerade in dicht bebauten Städten ein wichtiges Mittel gegen Überhitzung.

Eine Dachbegrünung trägt dazu bei, das Mikroklima vor Ort zu verbessern und schafft gleichzeitig neue Lebensräume für Vögel und Insekten. Dabei können Hauseigentümer je nach Wunsch und der baulichen Situation zwischen einer extensiven, pflegeleichten Begrünung, einer einfachintensiven Begrünung oder sogar einem nutzbaren Dachgarten mit Sitzbereichen wählen. Fachbetriebe unterstützen bei der Planung und Umsetzung.

Ein Tipp: Für kleinere Flächen wie Garagen oder Gartenhäuschen gibt es sogenannte Kleinflächenpakete, die auch hier auf einfache Weise eine Begrünung ermöglichen.

Neben der Begrünung gewinnt insbesondere die Nutzung der Dachfläche für die umweltfreundliche Stromerzeugung mit Sonnenkraft stark an Bedeutung. Laut Statistischem Bundesamt waren im März 2025 hierzulande gut 4,2 Millionen Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt rund 98.300 Megawatt installiert. Damit nahm die Zahl der Anlagen gegenüber dem Vorjahresmonat um 23,7 Prozent zu.

Eine Photovoltaikanlage macht es möglich, einen Teil des eigenen Energiebedarfs direkt vor Ort zu decken – autark, umweltfreundlich und auf lange Sicht kostensparend. In Kombination mit einem Batteriespeicher steht der erzeugte Strom auch in den Abendstunden zur Verfügung, was die Quote der Eigennutzung weiter erhöht. Wer sein Dach nachhaltig nutzen möchte, kann also gleich doppelt profitieren – ökologisch ebenso wie ökonomisch. djd


Heizen und lüften

Tipp: Richtig heizen und lüften: Darauf kommt es im Winter an. Wohnräume wie das Wohnzimmer fühlen sich bei 20 bis 22 Grad Celsius besonders behaglich an, während im Schlafzimmer meist 17 bis 20 Grad genügen. In selten genutzten Räumen sollten die Temperaturen nicht unter 17 Grad fallen. Genauso wichtig wie das Heizen ist das richtige Lüften. „Statt die Fenster dauerhaft gekippt zu lassen, sollte man sie mehrere Male am Tag für fünf bis zehn Minuten weit öffnen“, erläutert Kevin Michalik, Teamleiter bei einem Wohnungsunternehmen. „Diese Stoßlüftung sorgt dafür, dass verbrauchte und feuchte Luft schnell entweicht, während die Wände ihre Temperatur behalten.“ djd


Frischekur fürs heimische Badezimmer

Sanierung: Früher war das Bad vor allem zweckmäßig. Heute verbringen wir täglich rund 30 Minuten darin – doppelt so viel wie noch vor wenigen Jahrzehnten. Doch viele Bäder besitzen eine veraltete Ausstattung und bieten wenig Komfort. Wenn die Substanz des vorhandenen Badezimmers noch gut ist, bringt eine durchdachte Teilsanierung frischen Wind – effizient, individuell und ohne Großbaustelle. Denn bereits kleinere Veränderungen wie neue Armaturen, Lichtakzente oder der Ersatz der Wanne durch eine begehbare Dusche bringen große Wirkung. Bad- und Heizungsgestalter bieten dafür auf Stil, Budget und Raumsituation abgestimmte Konzepte. djd