Haben Sie schon einen Termin für den Räderwechsel? Wenn nicht, wird es jetzt höchste Zeit, diesen zu vereinbaren. Doch wenn man nun neue Reifen braucht, welche soll man nehmen?
Ganzjahresreifen gewinnen immer größere Marktanteile. Dass diese in den Fahreigenschaften den Spezialisten für Sommer und Winter jeweils unterlegen sind, nehmen ihre Käufer wissentlich in Kauf. Was zählt, ist das Argument der zwei eingesparten Räderwechsel jährlich, eventueller Lagerkosten und des zweiten Satzes Felgen sowie RDKS-Sensoren.
Dass Ganzjahresreifen jedoch gleiches Qualitätssegment und Dimension vorausgesetzt 30 Prozent teurer sind als Sommerreifen, die Haltbarkeit jedoch um den gleichen Wert darunter liegt, wird dabei meist übersehen. Wie auch der größere Rollwiderstand, der zu höherem Spritverbrauch führen kann. Unter dem Strich ist der Einsatz von separaten Sommer- und Winterreifen laut Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk kaum teurer als ein Satz Ganzjahresreifen.
Die besseren Fahreigenschaften und kürzere Bremswege gibt es also fast gratis. Zudem kann es nie schaden, wenn zweimal im Jahr Experten das Auto ansehen, bei abmontierten Rädern auch gleich die Bremsen checken sowie die Profiltiefe. Erst recht bei Ganzjahresreifen, die vor allem im Sommer unter wesentlich höherem Abrieb leiden.
Denn bitte nicht vergessen: Zwar erlaubt der Gesetzgeber 1,6 Millimeter Profiltiefe, doch unterhalb von vier Millimetern kann von Wintertauglichkeit keine Rede mehr sein. Deshalb: Jetzt einen Termin mit der Werkstatt vereinbaren und auf die sicherste Bereifung wechseln. promotor