Wie war das nochmal mit Weihnachten?

Vorfreude, schönste Freude

Wie war das nochmal mit Weihnachten?

Schon gewusst?: Jedes Jahr wieder feiern wir und wissen natürlich, worum es bei dem Heiligen Abend geht. Doch es gibt noch jede Menge Interessantes.

So viel ist klar: Die Geschichte der Feier des Weihnachtsfestes beginnt vor über 2000 Jahren zur Geburt Jesu Christi. Aber erst Jahrhunderte später wurde es erstmals gefeiert. Und zwar in Rom. Foto: marina/adobe stock

22.12.2025

Der Ursprung von Weihnachten liegt sozusagen in einer kleinen Krippe in Bethlehem: Jesus Christus. Von der Wortherkunft bedeutet Weihnachten so viel wie „geweihte, heilige Nächte“. Die Geschichte der Feier des Weihnachtsfestes beginnt also vor über 2000 Jahren zur Geburt Jesu Christi. Das erste Weihnachtsfest ist historisch das erste Mal am 25. Dezember 336 nach Christus in Rom belegt. Im deutschen Sprachraum wird seit einer Erklärung der Mainzer Synode im Jahr 813 das Christfest – wie Weihnachten noch genannt wird – gefeiert. Damals fanden die Feierlichkeiten jedoch ausschließlich in der Kirche statt, während wir heute einen Großteil der Weihnachtsfeiertage mit unseren Familien im eigenen Heim verbringen.

Warum feiern wir am 24. Dezember?

Der eigentliche Festtag zur Geburt von Jesus Christus ist der 25. Dezember, jedoch beginnen die Feierlichkeiten bereits am Vorabend, dem Heiligabend.

Der Grund hierfür ist, dass nach dem antiken Kalender der Tag bereits mit dem Sonnenuntergang endete. Der Abend des 24. Dezember gehörte also damals bereits zum ersten Weihnachtstag. Ob Jesus tatsächlich am 25. Dezember geboren wurde, weiß man nicht, denn in der Bibel gibt es dazu keine Angaben. Die Kirche legte den Tag erst nachträglich fest. Es gibt jedoch verschiedene Anhaltspunkte dafür, dass die Geburt Jesu tatsächlich am 25. Dezember stattgefunden haben könnte.

Verschiedene Theorien

Geht man etwa nach der Weihnachtsgeschichte des Matthäus, so war nie ein Stern so lange am Himmel zu sehen, wie in der längsten Nacht des Jahres. Auch die Weihnachtsgeschichte von Lukas deutet darauf hin, dass Jesus am Tag der Wintersonnenwende geboren sein kann. Diese längste Nacht des Jahres fiel vor der Kalenderreform von Papst Gregor XIII gegen Ende des 16. Jahrhunderts auf den Tag, an dem wir heute die Geburt Jesu Christi feiern: den 25. Dezember. Ein anderer Ansatz ist, dass das Geburtsdatum mit Hilfe der Verkündung des Herrn im Lukasevangelium ermittelt wurde. Die Ankündigung des Engels Gabriel wird als Moment der Empfängnis verstanden. Auch der 26. Dezember ist ein gesetzlicher Feiertag und wird als zweiter Weihnachtsfeiertag bezeichnet.

Wie lange geht die Weihnachtszeit?

Die Weihnachtszeit beginnt am Heiligabend mit der ersten Vesper, nachdem die Adventszeit beendet ist und endet am am 6.1. zum Dreikönigstag. Die zwölf Nächte nach Heiligabend werden dabei „Rauhnächte“ genannt. Einem Aberglauben zufolge sollen im Übergang vom alten zum neuen Jahr Dämonen aktiv sein, deshalb sollten die Menschen wenn es dunkel war, zu Hause bleiben. Woher das Wort „Rauhnächte“ genau stammt, ist nicht abschließend geklärt. Es kommt entweder von den „rauhen“ Gestalten, die nachts angeblich ihr Unwesen trieben, oder es hängt mit dem Brauch des Räucherns zusammen. Denn in dieser Zeit wurde mit Weihrauch und Gebeten das jeweilige Haus gesegnet. Dann wäre das ursprüngliche Wort „Rauchnächte“ gewesen.

Welche Bedeutung hat das Weihnachtsfest?

Die Bedeutung von Heiligabend liegt darin, dass sich Christen am Vorabend von Weihnachten versammeln, um die Geburt von Jesus Christus zu feiern. Jesus Christus bezeichnet sich selbst als das „Licht der Welt“ (Johannes 8,12), deshalb hat auch Licht in der Adventszeit und an Weihnachten eine große Bedeutung. Ähnlich wie das jüdische Chanukkafest hat auch das Weihnachtsfest die Bedeutung der Feier des Lichts. Gleichzeitig hat Weihnachten im Christentum auch die Bedeutung des Festes der Liebe. Für viele Menschen sind neben der christlichen Bedeutung auch die gemeinsame Zeit mit der Familie sowie die Durchführung von traditionellen, weihnachtlichen Bräuchen wichtig.

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