Lametta am Baum? Aber bitte nicht aus Blei

Weihnachtliche Grüße

Lametta am Baum? Aber bitte nicht aus Blei

Früher war mehr Lametta... Auch heute noch gibt es Liebhaber dieses Baumschmucks. Kein Problem, solange er aus Aluminium oder Kunststoff besteht.

Heute seltener in den Wohnstuben zu sehen: Viel Lametta am Baum. Foto: hetwig/adobe-stock.com

22.12.2025

Erinnerung an eine Tradition

Der Großvater nimmt jedes einzelne Lametta-Fädchen und legt es sorgsam über einen Zweig. Dunkelgrau und schwer liegen sie in unseren Kinderhänden, wenn wir dabei helfen dürfen. Meine Erinnerung an diese Zeremonie ist noch heute so klar, als sei es nicht Jahrzehnte her. Das Baumschmücken war magisch. Glaskugeln aus Lauscha und selbstgemachte Strohfiguren von Oma schienen uns wahre Schätze zu sein.

Nach dem Fest wurde alles wieder vorsichtig und sorgfältig verpackt. Das Lametta landete in einer alten Zigarrenschachtel. Faden für Faden wurde da hineingelegt. Jahr für Jahr wurde es wieder verwendet.

Früher war mehr Lametta in Mode

Bleihaltiges Lametta ist nicht mehr in Mode und das ist auch gut so. Denn Blei ist bekanntermaßen ein Umweltgift. Es ist an seinem höheren Gewicht und an der Bezeichnung „Stanniol“ zu erkennen. Daraus, dass es noch immer einige wenige Bezugsquellen für bleihaltiges Lametta gibt, kann man schließen, dass es noch Liebhaber gibt, die diesen Christbaumschmuck aus nostalgischen Gründen bevorzugen.

Aber: Diese Nostalgie hat ihren Preis, denn anfangs ziert das schön fallende Bleilametta die Weihnachtsbäume, anschließend gelangen die Glitzerfäden mit den Weihnachtsbäumen in Kompostier- oder Verbrennungsanlagen. Dadurch wird das giftige Blei in der Umwelt verteilt und kann entsprechend über den Luft oder den Nahrungspfad auch den Menschen erreichen.

Blei ist besonders für Kinder gefährlich, da es die Intelligenzentwicklung beeinträchtigen kann.

Bleilametta ist Sondermüll

Nicht alle gehen so sorgsam mit Bleilametta um wie es zu Großvaters Zeiten üblich war. Und so hat diese Nostalgie ihren Preis: Anfangs ziert das schön fallende Bleilametta die Weihnachtsbäume, anschließend gelangen die Glitzerfäden mit den Weihnachtsbäumen in Kompostier- oder Verbrennungsanlagen. Dadurch wird das giftige Blei in der Umwelt verteilt und kann entsprechend über den Luft oder den Nahrungspfad auch den Menschen erreichen. Blei ist besonders für Kinder gefährlich, da es die Intelligenzentwicklung beeinträchtigt.

Das Umweltbundesamt rät dazu, auf bleihaltiges Lametta zu verzichten. Wenn es unbedingt Lametta sein soll, kann auf Alternativen aus Kunststoff oder Aluminium ausgewichen werden. Vorhandene Restbestände bleihaltigen Lamettas müssen als Sonderabfall entsorgt werden. pm/cr (Quelle: www.umweltbundesamt.de)


Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen

Die Kerze als Lichtspender in der Dunkelheit wurde schon längst im Alltag von elektrischen Leuchtmitteln abgelöst. Obwohl sie also bereits seit Jahrzehnten nicht mehr die wichtigste Lichtquelle ist, bleibt ihre Beliebtheit und Verwendung weiter ungebrochen. Der Kerzenschein steht als Symbol für Romantik, Feierlichkeit und Wärme. In einer hochtechnisierten Welt setzt die kleine Flamme einen einzigartigen Akzent. Der Begriff „Kerze“ ist übrigens exakt von der Kerzeninnung festgelegt: „Als Kerzen sind ausschließlich Lichtquellen zu verstehen, die aus einem Docht und einer festen Brennmasse, die den Docht umgibt, bestehen. Dazu gehören auch Teelichte, Stundenbrenner und Öllichte, obwohl sich die feste Brennmasse in einem Becher oder einem anderen Gefäß befindet.“

Die Krümmung des Dochtes entsteht dabei übrigens durch die asymmetrischen Flechten der Fadenbündel. Der Docht biegt sich zum Rand der Flamme. Dort kommt er direkt mit Sauerstoff in Berührung und verglüht vollständig. Hier entsteht eine Temperatur von bis zu 1400 Grad Celsius. Würde sich der Docht nicht biegen, würde er in den kalten Teil des Flammeninneren ragen und den dort vorhandenen Kohlenstoff an der Dochtspitze sammeln. Auch wenn Feuer durch Pusten angefacht wird, sorgt schon ein Lufthauch für das Aus der Kerzenflamme. Warum eigentlich? Pusten erzeugt eine Strömung weg vom Docht, der die Flamme nichts entgegenzusetzen hat. Außerdem sinken der Brennstoffanteil und die Temperatur, so dass die Brenngeschwindigkeit zusätzlich abfällt. „Die Flamme hat keine Möglichkeit mehr, in die Nähe des Dochtes zu gelangen und verlischt“, erklärt Bernd Binniger von der Technischen Universität Aachen. 

• Aufsichtspflicht: Den Raum nur verlassen, nachdem alle Kerzen gelöscht wurden.

• Abstand: Auf ausreichenden Abstand zwischen brennenden Kerzen und zu brennbaren Materialien wie Vorhängen, Dekorationen oder trockenen Zweigen achten.

• Standfestigkeit: Nur stabile, nicht brennbare Kerzenhalter verwenden und diese auf eine trockene, hitzebeständige Oberfläche stellen.

• Kinder und Haustiere: Kerzen außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufstellen. Älteren Kindern sollte der verantwortungsbewusste Umgang mit offenem Feuer beigebracht werden.

• Zugluft vermeiden: Zugluft kann die Flamme unruhig flackern lassen, was zu Ruẞbildung führt und das Risiko erhöht, dass Funken auf brennbare Materialien überspringen.

• Frische Materialien: Für Adventskränze und Weihnachtsbaumdekorationen möglichst frische, nicht leicht entflammbare Materialien verwenden. Trockene Zweige fangen extrem schnell Feuer.

• Kerzen am Baum: Wer echte Kerzen am Weihnachtsbaum verwendet, zündet diese von oben nach unten an und löscht in umgekehrter Reihenfolge.

• Qualität: Beim Kauf von Kerzen auf Qualitätssiegel, wie das RAL Gütezeichen Kerzen achten, das eine bessere Produktqualität signalisiert.

• Bereithalten von Löschmitteln: Für den Notfall Löschmittel wie einen Eimer Wasser, Feuerlöscher oder Löschdecke bereithalten.