
Wer auf eine Wärmepumpe wechselt, braucht vielleicht keinen Gasanschluss mehr - dann kann er einfach und kostenfrei stillgelegt werden. Doch wenn der Netzbetreiber dafür eine Gebühr verlangt, sollte man schleunigst Widerspruch einlegen. Denn die Anbieter dürfen die Kosten für die Stilllegung eines Gasanschlusses nicht an ihre Kunden weitertragen, so ein Urteil des Oberlandesgerichts Oldenburg (Az. 6 UKI 2/25), auf welches das Ratgeberportal "Finanztip" hinweist.
Trotzdem verlangen mehrere große Netzbetreiber noch immer Pauschalen zwischen rund 100 und 2.300 Euro für die Stilllegung, berichtet das Portal. Noch ist die Entscheidung des Oberlandesgerichts nicht rechtskräftig. Der beklagte Netzbetreiber hat gegen das Urteil Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt. Trotzdem sollten sich Verbraucherinnen und Verbraucher bei einer entsprechenden Forderung wehren.
Widerspruch einlegen - auch wenn man schon gezahlt hat. Was tun? Schickt der Netzbetreiber eine Rechnung und berechnet dabei die Stilllegung, sollten Kunden Widerspruch einlegen. „Finanztip“ bietet dafür zwei Musterschreiben an - eines für den Fall, dass die Kosten bisher nicht bezahlt wurden, und eines für die Rückerstattung.
Die gestellte Rechnung sollte jedoch sicherheitshalber auch mit den zusätzlichen Kosten unter Vorbehalt der Rückforderung bezahlt werden, heißt es weiter. Dadurch vermeidet man Mahn- oder Inkassoverfahren. Zu viel gezahlte Gebühren können selbst nach der Zahlung zurückverlangt werden. dpa/hü
Plastiktüte oder Papier?
Umwelt. Zum Einkaufen seinen eigenen Beutel mitnehmen, ist immer gut. Geht das aber nicht, steht man vor der Frage: Plastik- oder Papiertüte - was ist die bessere Wahl? „Papiertüten sehen oft umweltfreundlich aus. Doch wenn man ihre ökologische Gesamtbilanz betrachtet, schneiden sie nicht viel besser oder gar schlechter als Kunststofftüten ab“, sagt Katharina Istel vom Nabu Deutschland (Nabu). Und das, obwohl Plastiktüten meist aus Erdöl bestehen. Zwar wird Papier vor allem aus dem Holz produziert und kann gut recycelt werden. Doch Papiertüten bestehen nur selten aus Altpapier. Fast immer sind sie aus Frischfasern, deren Herstellung viel Holz, Wasser, Energie und Chemikalien verbraucht. „Damit die Papiertüte nicht zu schnell reißt, braucht man hochwertige Fasern, Kleber und andere Chemikalien, deshalb ist die Tüte gar nicht so öko“, so Istel, die Referentin für Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung ist. „Schätzungen zufolge müsste man eine Papiertüte dreimal so oft wie eine Plastiktüte nutzen, damit sich die Klimabilanz ausgleicht.“ dpa