Indiviuelle Weihnachtswelt

Vorfreude, schönste Freude

Indiviuelle Weihnachtswelt

Gewohnheiten aufbrechen: Nichts ist in Stein gemeißelt, nur weil es immer schon so war. Warum also nicht einmal alles ganz anders machen als bisher? Und richtig viel Spaß haben!

Selbstgebackenes zwischen Glaskugel und Sternchen am Baum - das gefällt auch den Kleinsten. Foto: Ulza/adobe-stock.com

22.12.2025

Anstatt zu Weihnachten nur altbekannten Traditionen zu folgen, können stattdessen viele interessante Alternativen ausgetestet werden.

Wenige sind auch Weihnachten manchmal mehr

Ok, die Idee ist jetzt nicht wirklich bahnbrechend oder ganz neu. Doch manchmal bietet es sich einfach an - bestes Beispiel war die Corona-Zeit - in kleineren Runden zu feiern. Natürlich werden Tanten, Cousins und Cousinen nicht vergessen, aber es muss nicht unbedingt die große Familienfeier werden. Man freut sich auch mal auf ein kleines aber feines Weihnachtsfest im engsten Familienkreis. Warum? Weil die riesige Geschenke-Schlacht mit Weihnachtspapier-Masaker schon lange nicht mehr sinnvoll ist und schlichtweg nervig sei kann. Weil die Gespräche mit den Verwandten, die man nur einmal im Jahr sieht, selten über Small-Talk-Niveau hinausgehen. Und weil der Lautstärkepegel mit all den Kindern alles andere als besinnlich ist. Wie wärs damit: Wir tauschen Stress gegen gemütliche Stunden vor dem Kamin. Oder auf dem Sofa vor dem Weihnachtsbaum, wo diesmal alle ein gemütliches Plätzchen finden. Jeder packt sein Geschenk in Ruhe aus und bekommt auch mit, wie sich die anderen über ihre Geschenke freuen. Und dann ist sogar noch Zeit, um die neuen Gesellschaftsspiele direkt auszuprobieren. Gemeinsam… denn diesmal reichen die Spielfiguren für alle. Und warum nicht eine Vorlesestunde? Jeder liest aus seinem neuen oder Lieblingsbuch eine spannende Seite vor.

Kochen und essen dürfen auch an den Festtagen Spaß machen

Jedes Jahr die gleiche Diskussion ums Essen. Entweder kann man sich nicht auf ein Menü einigen. Oder es gibt sowieso jedes Jahr dasselbe Traditionsessen ohne jeden Spielraum für neue Ideen. Auch über den richtigen Zeitpunkt fürs Essen wurde unter jedem Dach schon diskutiert: Lieber erst Essen oder erst Bescherung? Schwierige Frage – keine Lösung.

Eigentlich haben die Kinder an Weihnachten keine Lust auf Essen. Erst dauert es gefühlt ewig bis es fertig ist und die Atmosphäre in der Küche ist meistens angespannt. Und dann sollen die Kinder für alle 5 Gänge still und brav am Tisch sitzen. Warum eigentlich?

Wer sagt, dass immer nur einer kocht? Und warum soll es jedes Jahr das Gleiche geben? Warum darf nicht jeder etwas für das Weihnachtsessen auswählen und vorbereiten? Man stelle sich einfach mal vor, dass aus dem Kochen und Essen eine Challenge für alle wird. Das könnte dann so aussehen:

- Kochteams: Ungefähr 2 Wochen vor Weihnachten werden die Teams ausgelost. Jedes Kind bekommt einen erwachsenen Partner zugelost. Wenn es mehr Erwachsene als Kinder gibt, bilden die übrigen Erwachsenen zusätzliche Paare. Sind es dagegen mehr Kinder als Erwachsene, bekommen einige Teams ein zusätzliches Kind.

- Gänge: Jedes Team bekommt einen Gang vom Weihnachtsessen zugeordnet und darf vollkommen frei entscheiden, was das sein wird. Die Auswahl bleibt bis zum Weihnachtsessen das Geheimnis des Teams. - Einkaufen: Die Teams treffen sich 1-3 Tage vor Weihnachten zum Einkaufen der Zutaten. Oder man bestimmt einen Einkaufsmanager, der von den Teams eine Einkaufsliste bekommt und für alle einkauft.

- Kochen: Am Weihnachtstag treffen sich alle schon morgens. Den Teams werden dann unterschiedliche Küchenzeiten zugewiesen. - Essen und Bewirtung: Jedes Team serviert seinen Gang und versucht ihn möglichst ansprechend zu präsentieren. Jeder Gang wird von jedem Team bewertet. Sei es mit Noten oder nur mit einem lauten „Hmmmm“. Das Gewinnerteam darf danach faulenzen, die anderen räumen den Tisch ab und übernehmen die Küchenarbeit.

Aber wer auch das alles nicht will, der bleibt bei Würstchen mit Kartoffelsalat oder kreiert eine einfache, aber leckere Pizza. Auf jeden Fall ist der Aufwand minimal und es bleibt Zeit für die Dinge, die wichtiger sind als das Essen. Auch eine Gans-to-go kann eine Alternative sein - ein komplett vorbereitetes Weihnachtsgans- oder Entenmenü, das nur noch aufgewärmt werden muss. Alles ist machbar.

Der 0815-Weihnachtsbaum war gestern

In manchen Familien gibt es die Tradition, dass das Christkind den Weihnachtsbaum schmückt und er erst am heiligen Abend in einer feierlichen Zeremonie enthüllt wird. Das klingt sehr magisch und das ist es für die Kleinen bestimmt auch. Für die Großen ist es allerdings wieder ein zusätzlicher Stressfaktor.

Der Baum muss geschmückt werden, während auch das Essen zubereitet werden muss. Kein Wunder, dass viele so gestresst sind. Wie wäre es damit?

- Zusätzlich zum üblichen Baumschmuck werden Wunschsterne an den Baum gehängt.

- Dazu werden in der Adventszeit aus Tonpapier hübsche Anhänger gebastelt.

- Während der Schmückaktion werden die Wünsche für das Neue Jahr und liebe Gedanken auf die Anhänger geschreiben und an den Baum gehängt. pm/cr