Am häufigsten werden in Deutschland Gutscheine verschenkt. Gutscheine sind eine ausgezeichnete Wahl, denn sowohl Männer als auch Frauen freuen sich am meisten darüber. Gleich danach folgt - ganz unromantisch - aber effektiv Geld. Auf den Plätzen folgen Leckereien und Süßigkeiten sowie Spielzeug, Kleider, Bücher und Kosmetik.
Und was passiert im Gehirn? Das kleine ABC des Schenkens:
E wie Egoismus
Schenken gilt als „psychologischer Egoismus“. Bereitet ein Geschenk dem Beschenkten offensichtlich Freude, werden auch beim Schenkenden Glückshormone ausgeschüttet. Wissenschaftler haben festgestellt, dass das Schenken glücklicher macht als das Beschenktwerden.
Beim Geschenkemachen oder -bekommen wird nämlich das mesolimbische Belohnungssystem aktiviert. Dabei werden die Botenstoffe Oxytocin (stärkt Beziehungen) und Dpoamin (löst Glücksgefühle aus) verstärkt ausgeschüttet.
F wie faul
Praktische Geschenke sind besser als Geschenke, die mit einem Aufwand für den Beschenkten verbunden sind. So kommt laut Studie ein Gutschein für ein Mittelklasselokal in der Nähe besser an als ein wertvoller Gutschein für ein Sternelokal, das sich rund eine Stunde Autofahrt entfernt befindet.
P wie Preis
Teure Geschenke werden nicht automatisch besser bewertet oder lösen mehr Freude aus. Wichtiger als der Preis ist, ob sich der Beschenkte das Geschenk gewünscht hat oder ob das Geschenk etwas mit ihr zu tun hat. Kreative oder Überrschungsgeschenke, zu denen der Beschenkte keinen Bezug oder Nutzen hat, lösen in der Regel nicht so viel Freude aus.
S wie Schuld
Zu teure Geschenke können beim Gegenüber nicht nur die Freude drastisch reduzieren, sondern sogar Schuldgefühle oder Scham auslösen und die Beziehung zwischen Schenkendem und Beschenktem gefährden.
U wie Undank
Gemäß §530 des Bürgerlichen Gesetzbuchs darf eine Schenkung bei grobem Undank des Beschenkten zurückgerufen werden. Das heißt auf gut Deutsch: Geschenkt ist geschenkt, wieder holen ist - wenn der Beschenkte zu undankbar ist - NICHT gestohlen. Doch wer macht das schon? Besser ist es wohl, offen darüber zu reden, was und warum das Geschenk so ankommt.
V wie Verpackung
Verpackung und Geschenkwert sollten immer harmonieren. Eine zu edle oder aufwendige Verpackung für ein einfaches Geschenk kann beim Beschenkten zu hohe Erwartungen wecken. Diese münden dann in Enttäuschung, selbst bei einem eigentlich passenden Geschenk, über das sich der Bescehenkte eigentlich gefreut hätte.
Übrigens: es sind nur rund 14 Prozent der Männer, die ihre Geschenke auf den letzten Drücker besorgen. Auf den allerletzten Drücker, am 23. und 24. Dezember, erledigen es 3,3 Prozent der Männer und 1,4 Prozent der Frauen. Der Großteil kauft die Geschenke im November und den ersten beiden Dezemberwochen. pm/wissensbert/ cr